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Frieden

Wo ist die Liebe geblieben?

Was ist, wenn ein Moment alles ist, was wir sind?
Und was ist, wenn der Hass überwiegt?
Wo ist dann die Liebe geblieben?

Genau das erleben wir zur Zeit.
Ein Krieg, den es nicht geben müsste.
Beherrscht von Hass. Hass, der immer größer wird.

Tausende Menschen sitzen zur Zeit mit zum Teil schwer traumatisierten Kindern in Bunkern fest. Ihnen fehlt es an Kleidung, aber vor allem an Lebensmitteln und Trinkwasser. Die Menschen, die dort festsitzen, sind Fauen mit Kindern. Frauen, die nicht wissen, wann sie das nächste Mal ihren Ehemann, Freund, aber auch den eigenen Sohn wiedersehen werden. Sie sind sehr besorgt. Kinder, die Schlimmes erlebt und gesehen haben und auf ihrer Flucht erneut erleben werden. Sie sind oft schwerst traumatisiert. Menschenleben werden ausgelöscht. Die Panzer rollen, die Bomben zerstören, immer wieder.

Gleichzeitig befinden sich Millionen Menschen auf der Flucht. Sie suchen eine Unterkunft, aber vor allem Sicherheit und Frieden.

Die Solidarität ist groß. Es wird gespendet, Unterkünfte werden zur Verfügung gestellt, es wird gebetet und es finden Demonstrationen statt.

Die Liebe ist nicht verschwunden.
Nein, wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass sie da ist.
Überall dort, wo man sich gegenseitig tröstet und trauern kann.
Überall dort, wo die Menschen zusammen stehen.
Überall dort, wo geholfen wird.
Überall dort, wo Menschen eine Unterkunft finden.

Caroline Jakobi
(in: Pfarrbriefservice.de)

Vielen Dank für die Zurverfügungstellung der Plakate und die tolle Idee!

Caroline Jakobi aus Reil hat als Zeichen der Solidarität Bilder gegen den Krieg gezeichnet, Plakate drucken lassen und uns diese für unsere Gottesdienste und Friedensgebet zur Verfügung gestellt.

Gebet

Gott,

wir bringen Dir unsere Ohnmacht und unsere Wut

über das Verbrechen des Krieges in der Ukraine.

So viel Leid, das neuen Hass sät und Zukunft verhindert.

So viel Unrecht und sinnlose Zerstörung.

Du hörst die Schreie der Verzweifelten.

Du kennst ihre Not, ihre Angst, ihr Bangen um geliebte Menschen,

ihre Hoffnung auf Frieden.

Lass sie spüren, dass Du sie nicht verlässt.

Wir bringen alle vor Dich, die Einfluss haben,

dass sie ihre Macht nutzen, um die Gewalt zu beenden.

Wir beten für die internationale Staatengemeinschaft

um Weisheit und den Mut, ihre Verantwortung für die Menschenrechte

wahrzunehmen.

Wir beten für die Menschen, die die Not öffentlich machen

und für die, die ihr leben einsetzen, um sie zu lindern.

Bewahre sie vor Resignation und stärke sie durch Deine Nähe

und die Solidarität vieler Menschen.

Zeige auch uns unsere eigene Verantwortung in dieser Zeit,

schenke uns Weisheit, Mut und Liebe.

Du, unser Gott, hast uns versprochen: Selig sind, die Frieden stiften.

Leg dieses Wort in die Herzen aller Menschen,

auch in die Herzen derer, die in ihrem Wahn nach Macht blind und voller

Hass sind.

Gott, schenk Deiner Welt Frieden.

Amen

 

Menschenkette am Samstag, 05. März 2022

Bistum Trier - Weltkirche